Kindesunterhalt in Siegen, Freudenberg und Umgebung

Familienrecht in Siegen, Kinder gucken traurig bei Ehestreit

Steht eine Trennung oder auch Scheidung bevor, so stellt sich die Frage, ob man Kindesunterhalt erhält bzw. ob man finanziell für sein Kind aufkommen muss oder nicht und wie hoch die Zahlung tatsächlich ausfällt.

Zunächst muss derjenige Elternteil, der das Kind hauptsächlich versorgt, den sogenannten Barunterhalt für das Kind zahlen. Dafür müssen der Unterhaltsbedarf und die Bedürftigkeit des unterhaltsberechtigten Ehegatten (also desjenigen, der das Kind versorgt) ermittelt werden, genauso wie die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen. Sofern der Betreuende also selbst ein hohes Einkommen erzielt, ist nicht automatisch davon auszugehen, dass ein Kindesunterhalt noch zusätzlich gefordert werden kann.

Im Gegensatz hierzu ist auch zu prüfen, ob der unterhaltspflichtige Ehegatte überhaupt in der Lage ist, den Trennungsunterhalt zu zahlen. Unter ein eigenes Einkommen (Selbstbehalt) von monatlich 1100,00 € kann der Zahlungspflichtige nicht fallen. Dies kann dazu führen, dass der unterhaltsberechtigte Ehegatte unter Umständen z. B. nicht seinen vollen Trennungsunterhalt beanspruchen kann.

Wie hoch der Unterhalt letztlich sein wird, muss im Einzelfall geprüft werden und richtet sich am bereinigten Nettoeinkommen aus. Anhaltspunkte hierfür gibt die sog. Düsseldorfer Tabelle, die jährlich aktualisiert wird. Unsere Rechtsanwälte mit Spezialisierung im Familienrecht helfen Ihnen gern bei der Berechnung des Unterhaltes. 

Auch muss man nicht bis an sein Lebensende Unterhalt zahlen. Grundsätzlich schulden Eltern ihrem volljährigen Kind Unterhalt bis zum ersten Abschluss einer Berufsausbildung oder eines Studiums. Geschiedene Eltern sollten außerdem auch noch beachten, dass nach dem 18. Geburtstag des Kindes nunmehr beide Elternteile barunterhaltspflichtig sind.

Einzelfallfragen

Wer muss den Kindesunterhalt zahlen, wenn beide Elternteile das Kind im Wechselmodell betreuen?

Beide Elternteile müssen anteilig, je nach ihrem Nettoeinkommen, für den Barunterhalt des Kindes aufkommen.

Ist eine Erhöhung oder Reduzierung des Unterhalts möglich, wenn beide zustimmen?

Die Anpassung des Unterhaltes ist möglich, wenn beide zustimmen. Ein gänzlicher Verzicht ist hingegen für Gegenwart und Zukunft nicht möglich.

Was, wenn der Unterhaltspflichtige nicht zahlt? Wie verhindere ich, zu verarmen?

In einem solchen Fall kann man einen sogenannten Unterhaltsvorschuss, also eine staatliche Sozialleistung, beantragen. Bewilligt wird dies, wenn unterhaltspflichtige Elternteile ihrer Zahlungspflicht für den Kindesunterhalt, egal ob absichtlich oder unabsichtlich, nicht nachkommen. So wird verhindert, dass gegebenenfalls auch mehrere Kinder von Armut betroffen werden. Der Unterhaltsvorschuss kann beim Jugendamt beantragt werden.

Fazit

Steht Ihnen bzw. Ihrem Kind Unterhalt zu, sollten Sie sich darum kümmern, diesen Anspruch auch geltend zu machen. Sofern Sie nichts unternehmen, laufen Sie Gefahr, diese Ansprüche gänzlich zu verlieren. Die spezialisierten Rechtsanwälte der Kanzlei Hubbert, Grotefend, B.Rüddel stehen Ihnen gern zur Seite, um Ihren familienrechtlichen Anspruch zu berechnen und falls nötig auch durchzusetzen. 

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