Die Frage nach den Kosten ist eine wichtige Frage, sodass Sie bei Vergütungsfragen selbstverständlich auf uns zukommen können. Wir informieren Sie auch über alternative Vergütungsmodelle oder die Voraussetzungen der Inanspruchnahme von Beratungskostenhilfe oder Prozess-/Verfahrenskostenhilfe. Im Rahmen enger Grenzen gibt es sogar die Möglichkeit einer Prozessfinanzierung z.B. in arzthaftungsrechtlichen Angelegenheiten.

Erstberatung

Für die anwaltliche Erstberatung fallen Kosten in Höhe von 0-190 € zzgl. Mehrwertsteuer an. Das Gesetz erlaubt dem Anwalt eine Berechnung bei Privaten Mandanten bis maximal 226,10 € (inkl. MwSt) und zwar egal mit welchem Anliegen Sie an den Rechtsanwalt herantreten. Sofern Ihr Anliegen aber schnell und unproblematisch gelöst werden kann, oder die Beratung sehr kurz erfolgte, sehen wir uns, gerade auch im gemeinsamen Interesse, gehalten die Kosten hierbei zu reduzieren. Wir versuchen damit jedem Anliegen gerecht zu werden und die Kosten der jeweiligen Situation angemessen anzupassen. Sprechen Sie uns hierzu auch gerne vorher an.

Kosten (außergerichtlich und gerichtlich)

Die gesetzlichen Kosten für einen Rechtsanwalt oder einen Fachanwalt sind nicht leicht zu erläutern. Eine feste Gebühr sieht das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) nicht für jeden Fall gleich vor.

Die Vergütung kann einzeln vereinbart werden oder richtet sich gesetzlich nach dem Wert der Angelegenheit.

Im Einzelnen:

Sollte man dann gemeinsam zu dem Entschluss kommen, dass der Anwalt für Sie tätig werden soll, dann richtet sich die außergerichtliche anwaltliche Tätigkeit an zwei Kriterien aus. Zum einen den Streitwert und zum anderen der Schwierigkeitsfaktor.  

Der Streitwert resultiert aus der Sache selbst (Bsp: Darlehen i.H.v. 20.000€ = Streitwert 20.000€). In anderen Fällen werden Streitwerte fiktiv gebildet oder sind anderweitig festgelegt (z.B. Scheidung = 3 Monatsgehälter der jeweiligen Parteien)

Im Hinblick auf den Schwierigkeitsfaktor geht man von Gebührensätzen von 0,5 bis 2,5 aus. Der Anwalt bestimmt den Gebührensatz, wobei er den Umfang und die Schwierigkeit seiner Tätigkeit berücksichtigen muss. In der Regel beträgt dieser Satz aber einen Faktor von 1,3.

Sofern wir gerichtlich für Sie tätig werden, so entstehen feste Faktoren, auf die der Rechtsanwalt keinen Einfluss haben kann. So z.B. für die Einleitung des Verfahrens in erster Instanz eine Verfahrensgebühr von 1,3 und für die Terminswahrnehmung im Gericht eine Termingebühr von 1,2.

Das RVG enthält eine nahezu unüberschaubare Vielzahl von weiteren Regelungen für die Abrechnung. Hierzu enthält es Verrechnungsvorschriften oder Gebühren im Falle einer Einigung, für den Fall der vorzeitigen Beendigung eines Mandates, oder Gebühren für die Vollstreckung Ihrer Forderung die hinzukommen können. Wir klären Sie jedoch vor Anfall einer solchen Gebühr stets auf, sodass für Sie keine Überraschungen entstehen können.

Oftmals sind hierbei die Kosten des Anwalts geringer, als dies von den Betroffenen angenommen wird. Wir raten Ihnen rechtzeitig anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um bereits frühzeitig Fehler zu vermeiden und die Sache von Anfang an richtig zu lenken.

Beispiele für die Berechnung von Anwaltskosten:

Streitwert: 1.000 €
Erstberatung: bis zu 226,10 €
außergerichtliche Kosten: 147,56 € (inklusive Postpauschale und MwSt)

Streitwert: 50.000 €
Erstberatung: bis zu 226,10 €
außergerichtliche Kosten: 1.822,96 € (inklusive Postpauschale und MwSt)

Beratungshilfe/Prozesskostenhilfe/Verfahrenskostenhilfe

Sofern Sie selber wirtschaftlich nicht in der Lage sind die Kosten eines Rechtsanwaltes zu tragen, gibt es die Möglichkeit staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. So soll es eben einkommensschwachen Mandanten oder Familien ermöglicht werden sich ebenso fachlichen Rat einzuholen.

Weitere Informationen finden Sie –hier-